Die ganze Welt in ein Kleberblat von 1581

Heinrich Bünting (1545 – 1606), evangelischer Theologe und Chronist, aus Hannover, hat als zeichen der Verbundenheit eine Weltkarte entworfen, die dem Wappen der Stadt Hannover nachempfunden wurde. Diese Karte veröffentlichte er, 1581 in seinem Buch „Itinerarium Sacrae Scripturae“, was damals ein Bestseller wurde.

In dieser exotisch wirkenden Weltkarte sieht er als Weltmittelpunkt Jerusalem. Von Jerusaleum aus gehen die Kleeblätter Europa, Asien und Afrika ab. England, Dänemark, Schweden sowie die „neue Welt“ Amerika sind abseits davon zu finden. (Warum Dänemark und Schweden nicht zu Europa zählen ist hingegen merkwürdig.)

(Klicken Sie auf die Karte um diese zu vergrößern)

Auch wenn diese Karte kartographisch irrsinnig ist, ist sie für das christliche Auge logisch. Jerusaleum und Israel, liegt zwischen den drei Kontinienten und Amerika wurde auch schon damals, als neue Welt zum Besiedeln, bezeichnet. Von Jerusaleum zieht der christliche Glaube in alle Welt.

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