Autobahnnummern mit System

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Wussten Sie, dass die Autobahnnummern nach einem ausgeklügelten System vergeben wurden? Aufmerksam auf dieses Thema gemacht hat uns kürzlich ein Autozeitschriftensammler.

Bis Anfang der 1970er Jahre existierten auf den Autobahnen keine Nummerierungen – bzw. nur die Europastraßennummern. Diese aber dienten zunächst nur auf westdeutschen Autobahnen zur Orientierung.

Erst Anfang der 70er Jahre war die erste Autobahnnummerierung fast fertig – in Straßenkarten konnte man die Nummern schon finden. Doch dann stoppte man dieses System wieder, denn es war noch ziemlich chaotisch: Man hatte nämlich bei jedem Autobahnkreuz eine neue Autobahnnummer vergeben und so oft Verwirrung geschaffen.
Mitte der 70er Jahre dann wurde das heutige System umgesetzt. Nun bekamen die großen Autobahnen eine einstelle Autobahnnummer und einzelne regionale Autobahnen spezielle zweistellige Autobahnnummern.

Und so ist das System aufgebaut:

10er Nummern = Berlin (bis 1991) Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, (ab 1991)
20er Nummern = Schleswig-Holstein und nördliches Niedersachsen
30er Nummern = Südliches Niedersachsen
40er Nummern = Nordrhein-Westfalen (speziell Ruhrgebiet) und Nördliches Hessen
50er Nummern = Südlicher Nordrhein-Westfalen
60er Nummern = Südliches Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland
70er Nummern = Nördliches Bayern, Sachsen, Thüringen
80er Nummern = Baden-Württemberg
90er Nummern = Bayern

Dabei achtete man darauf, dass Autobahnen mit geraden Zahlen (2, 4, 20, 30, 96, 48) immer von Westen nach Osten (oder anders herum) verlaufen und ungerade Autobahnnummern (1, 4, 5, 7, 61, 93) von Norden nach Süden (oder anders herum) verlaufen. Ein System, das beispielsweise auch bei den Highways in den USA verwandt wird.